Lesen fördert die Sprachentwicklung
Lesen ist ohne Frage in den Hintergrund gerückt: der Fernseher bietet leichte und schnelle Kost für die Kinder an, die meist aber auch nicht leicht verdaulich ist. Natürlich - fernsehen in Maßen ist nicht zu beanstanden, jedoch ist das altbewährte Buch durch nichts zu ersetzen.
Es bietet viele Vorteile: die gemütliche Kuschelrunde zwischen dem Leser und dem zuhörenden Kind, die bebilderten Seiten des Buches, die die Fantasie des Kindes anregen und nicht zuletzt die Zeit, die sich der Lesende für das zuhörende Kind nimmt. Ein Buch lesen heißt: zusammenrutschen, gemütliche Momente genießen und einander zuhören.
Welchen Vorteil bietet ein Buch gegenüber dem Fernseher?
Fernsehen ist eine einseitige Sache, denn der Zusehende kann das Tempo nicht bestimmen, kann keine Fragen stellen und falls die Handlung nicht verstanden wird, gibt es auch keine „Stop" Taste, um das Ganze noch einmal zu betrachten. Ein Buch hingegen kann im eigenen Tempo angesehen werden, es können Fragen gestellt und Zusammenhänge erklärt werden - ganz dem Kind entsprechend.
Auch die Bilder und der dazugehörige Text erklären eine Handlung langsamer und verständlicher als in jedem Kinderfilm. Gut ausgewählte Bücher haben klar erkennbare Bilder mit nachvollziehbaren Handlungen abgebildet, die Kinder verstehen können. Auch die sprachlichen Satzmuster werden von Kindern besser gelernt, wenn sie mehrmals gelesen und somit mehrfach wiederholt werden.
Wie oft soll man ein Buch lesen?
Viele Erwachsene gehen davon aus, dass ein Buch stets nur einmal gelesen wird: dies mag richtig für erwachsene Leser sein, aber bei Kinder sieht es anders aus: lesen Sie ein Buch vielfach vor! Auch nach dem dritten oder vierten Mal kann ein Kind oft neue Kleinigkeiten aus dem Text erkennen oder winzige Neuigkeiten bei den Bildern entdecken!
Lernt ein Kind besser sprechen?
In jedem Fall lernt ein Kind besser sprechen, wenn man regelmäßig miteinander ein Buch liest. Neue Wörter vergrößern den Wortschatz, Satzstrukturen werden gelernt und sind auch Reime dabei, kann selbst die ein Gefühl für Sprache und Rhymtmik ausgebildet werden. Selbst das Gedächtnis wird gefördert, fragt man während der Geschichte oder nach dem Buch einmal einzelne Details ab („Wie hieß das Mädchen?" - „Wen hat der Junge getroffen?" etc.).
Lesen lohnt in jedem Fall und ist durch nichts zu ersetzen. Nehmen Sie sich doch einmal wieder Zeit füreinander und lesen ein schönes Buch mit Ihrem Kind! Wie wäre es schon heute Abend als entspannende Gute-Nacht Lektüre?
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